Dezember 2025:
Die Ortsgruppe der Grünen aus Senden besuchte zusammen mit einigen interessierten Bürgern die Klimakommune Saerbeck und erhielt einen eindrucksvollen Einblick in eines der erfolgreichsten kommunalen Energiewendeprojekte Deutschlands. Besonders beeindruckte die Gruppe, dass Saerbeck heute genug erneuerbaren Strom erzeugt, um rund 160.000 Menschen zu versorgen – und das bei nur 7.100 Einwohnern.
Der Bioenergiepark vereint 6 Windkraftanlagen, 1 Photovoltaikanlage mit 3,8 ha Fläche und zwei Biogasanlagen, die gleichzeitig den Stoffkreislauf für Grünabfälle schließen. Beim Rundgang durch den Energiepark wurde deutlich, welchen großen Nutzen konsequente Klimapolitik für eine Kommune bringt: Die Einnahmen aus der regenerativen Energieerzeugung stärken den Haushalt erheblich und ermöglichen weitere wichtige Investitionen vor Ort – etwa in ein kommunales Wärmenetz, das künftig weitere Bürgerinnen und Bürger mit klimafreundlicher Energie versorgen kann.
Auch das internationale Interesse ist groß: Delegationen unter anderem aus Japan und den USA besuchen regelmäßig die Klimakommune, um sich über das vorbildliche Modell zu informieren. Zugleich dient der Energiepark als Bildungs- und Lernstandort, an dem Klimaschutz und Energietechnik experimentell und praxisnah vermittelt werden. Die Kooperation mit der FH Münster, die auf dem Gelände einen Forschungsstandort für Batterie- und Speichertechnik betreibt, gibt weitere Impulse für die Zukunft.
Reiner Meyer-Reichert, Vorstandsmitglied der Grünen aus Senden, fasst den Besuch zusammen: „Saerbeck zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Mut, klare Zielsetzung und eine langfristige Strategie zusammenkommen. Die Klimakommune beweist, wie erneuerbare Energien einen echten Mehrwert für die Menschen vor Ort schaffen.“
Der Besuch in Saerbeck hat die Sendener Grünen darin bestätigt, dass die Energiewende gelingen kann, wenn alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen. Die Teilnehmer bringen zahlreiche Ideen und Anregungen für Senden mit.
