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Digitale Bevormundung:

Wie Google, Facebook & Co das Internet manipulieren
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(Graphik: Blödmannsgehilfe, pixelio)
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Rechtsextreme im Internet
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 1203
Datum: 11. Oktober 2010
Soziale Netzwerke gegen Neonazis im Web 2.0
Zur heute vorgestellten Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis" des Internetportals "Netz gegen Nazis" der Zeit und der Amadeu Antonio Stiftung erklärt Monika Lazar, Sprecherin für Strategien gegen Rechtsextremismus:
Dass "Netz gegen Nazis" 20 kleine und große soziale Netzwerke dafür gewinnen konnte, sich mit der Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis" gegen Rechtsextremismus zu positionieren, begrüßen wir sehr. Die Unternehmen vermitteln damit ihren demokratischen Userinnen und Usern, dass sie auf ihrer Seite stehen. Sie setzen darüber hinaus ein klares Zeichen, dass die Freiheiten des Web 2.0 nicht für rassistische, homophobe oder gar holocaustleugnende Thesen missbraucht werden dürfen.
Mittels der so genannten Wortergreifungsstrategie versuchen Neonazis, Dominanz zu erringen und Räume für ihre menschenverachtenden Positionen zu erobern. Im Internet gelingt ihnen dies zunehmend. Initiativen wie "Soziale Netzwerke gegen Nazis" sind insofern auch ein wichtiger Beitrag gegen die Versuche von Rechtsextremen, sich als vermeintliche Tabubrecher und Verfechter der Meinungsfreiheit zu inszenieren.
Bedauernswert ist, dass sich Facebook als größtes soziales Netzwerk bisher nicht zu einer Beteiligung an der Kampagne durchringen konnte und obendrein einen mehrfach ausgezeichneten Anti-NPD-Blog gelöscht hat.
Mehr Informationen auf www.soziale-netzwerke-gegen-nazis.de
(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Pressestelle
11011 Berlin
T: 030 / 227 - 5 72 12
www.gruene-bundestag.de
Die wundersame Wandlung der CDU
Wer am Samstag, den 19.11.2011 die Zeitung aufschlug mochte seinen Augen kaum trauen. Da hatte doch tatsächlich die Sendener CDU einen Info- und Werbeabend für die Windkraft veranstaltet. Dieselbe CDU, die noch bis vor wenigen Monaten Windkraftanlagen für Senden in Bausch und Bogen verdammt und alle diesbezüglichen Anträge der GRÜNEN niedergestimmt hatte. Und es war auch diese CDU gewesen, die vor Jahren eine Höhenbegrenzung von insgesamt 100 Metern (bis zur obersten Rotorspitze) für Windräder im Gemeindegebiet festgelegt hatte. Das entsprach schon damals nicht mehr dem Stand der Technik und folgerichtig fand sich bis heute kein Investor für solche Mini-Anlagen, was wohl beabsichtigt war.
Aber neuerdings sind ja 180-Grad-Schwenks bei der CDU auf allen Ebenen sehr in Mode. Verkürzt kann man sagen: Die Politik von Frau Merkel ist ganz unten angekommen. Dass es bei solchen Pirouetten zwangsläufig einige Glaubwürdig- keitsprobleme gibt, wird anscheinend in Kauf genommen. Doch wird das staunende Publikum mit Sicherheit sehr darauf achten, ob den schönen Ankündigungen auch echte Taten folgen werden.
Natürlich begrüßen wir Grüne diese Ent- wicklung grundsätzlich. Oder, um ein altes Franz-Josef-Strauss-Zitat abzuwandeln: Uns kann es im Prinzip gleichgültig sein, wer unserer Politik letztendlich zum Durchbruch verhilft, Hauptsache es passiert. In diesem Sinne freuen wir uns auf harmonische Sitzungen zu diesem Thema im Rat und in den Ausschüssen. Willkommen im Club!
Erich Westendarp

Finanzkrise
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 0007
Datum: 10. Januar 2012
Wann lernen Merkozy endlich aus ihren Fehlern?
Angesichts des neuen Rekordwertes kurzfristiger Einlagen der Banken bei der EZB in Höhe von 482 Milliarden Euro erklärt Dr. Gerhard Schick, Sprecher für Finanzpolitik:
Der neue Rekordwert belegt die weitere Verschärfung der Finanzkrise und offenbart, dass zentrale politische Entscheidungen in Europa in den vergangenen Monaten falsch waren.
In der Vorwoche waren bereits die Forderungen an Kreditinstitute auf ein Allzeithoch von 864 Milliarden Euro gestiegen. Das zeigt, dass die Liquiditätssteuerung der Banken ausschließlich über die Notenbank passiert. Das Vertrauen in der Branche ist auf dem Tiefpunkt. Das hat nicht zuletzt mit dem Krisenmanagement selbst zu tun: Die Unsicherheit bezüglich der Kapitalerhöhung der Unicredit wäre vermeidbar gewesen, wenn man - vergleichbar dem US-amerikanischen Vorgehen bei TARP - die Großbanken in Europa zeitgleich zwangskapitalisiert hätte. Jetzt ist unklar, ob der italienischen Großbank die Kapitalerhöhung gelingt, die ihr durch die Europäische Bankenaufsicht quasi vorgegeben worden ist. Die Aktie musste vom Handel ausgesetzt werden. Wie soll so Vertrauen und Stabilität in Europa geschaffen werden?
Ähnliches gilt für Griechenland: Noch immer gibt es keine Klarheit über die Gläubigerbeteiligung. Die Verhandlungen mit den privaten Gläubigern ziehen sich hin, während der Internationale Währungsfonds offenbar massive Zweifel hat, dass die bislang angepeilte Gläubigerbeteiligung zur Stabilisierung der staatlichen Schuldensituation ausreicht. Der Ansatz, die Gläubigerbeteiligung über Verhandlungen mit den Gläubigern zu realisieren, schafft nun bereits seit über einem halben Jahr zusätzliche Unsicherheit. Diese wäre bei einer Gläubigerbeteiligung über Rückkauf der Anleihen am Markt vermeidbar gewesen.
Drittes aktuelles Beispiel ist die Unsicherheit über die Hebelung der EFSF, bei der Finanzminister Schäuble jetzt Schwierigkeiten einräumt. Diese Unsicherheit ist darauf zurückzuführen, dass die beste Lösung, nämlich die Nutzung von EZB-Liquidität über eine Banklizenz der EFSF, von Deutschland verhindert wurde.
Das Krisenmanagement ist seit Ausbruch der Krise Teil des Problems statt Teil der Lösung. Für eine umfassende Stabilisierung der europäischen Finanzmärkte braucht es dringend ein Umsteuern. Die Staats- und Regierungschefs müssen aus den Fehlern lernen und viel stärker schnelle und klare Fakten schaffen, als bewusst monatelange Phasen der Unsicherheit zu erzeugen und dann den Vertrauensverlust zu beklagen.
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Neo-Nazi-Morde
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 1036
Datum: 17. November 2011
Aufklärung von Neo-Nazi-Terror: Strukturdefizite angehen
Zur aktuellen Diskussion über die rechtsterroristische Mordserie erklären Wolfgang Wieland, Obmann im Innenausschuss, und Konstantin von Notz, Sprecher für Innenpolitikr:
Die Diskussion um die Konsequenzen des Rechtsextremismus droht, in die völlig falsche Richtung zu laufen. Eine Erweiterung von Dateien, neue Datensammlungen und perfektionierte IT lösen nicht das Grundproblem, und das liegt nach jetzigem Stand der Erkenntnisse in der Bewertung von Informationen, im fehlenden Nachhaken und in der unzureichenden Nutzung schon bestehender Möglichkeiten zur Vernetzung. Diese gravierenden Einschätzungsfehler von Polizei und Nachrichtendiensten in Bund und Ländern müssen sofort restlos aufgeklärt werden. Es braucht nicht neue Datensammlungen und mehr Information, sondern eine Analyse, die alle Möglichkeiten in den Blick nimmt.
Es gilt, die institutionellen Defizite zu beheben, die dazu geführt haben, dass der Terrorismus von Rechts so lange unerkannt blieb. Dazu gehört in jedem Fall, dass wir neben der Berichterstattung in geheimen Gremien auch eine regelmäßige öffentliche Information von Bundeskriminalamt und Verfassungsschutz an den Bundestag brauchen. Dazu gehört aber auch eine Reform des Verfassungsschutzes, die dafür sorgt, dass ein institutionelles Versagen, wie wir es erlebt haben, sich nicht wiederholen kann. Tabus darf es bei dieser Reform nicht geben.
Wir müssen wieder die Bekämpfung von neo-nazistischem Gedankengut als gesamtgesellschaftliche Aufgabe stärken. Die entsprechenden Initiativen und Aktivitäten brauchen eine stabile und feste finanzielle Grundlage. Die umfassenden zivilgesellschaftlichen Beobachtungen und Erkenntnisse zur rechten Szene müssen endlich auch von den Sicherheitsbehörden als positive Ergänzung wahrgenommen und in ihre Arbeit einbezogen werden. Es hat sich gezeigt, dass neben der staatlichen Überwachung der Szene ein zivilgesellschaftliches Monitoring unabdingbar ist.
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Terrorismus
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 0779
Datum: 9. September 2011
Zehn Jahre 11. September: Tag des Gedenkens, Zeit für einen kritischen Rückblick
Zum 10. Jahrestag der Terroranschläge von New York und Washington am 11. September 2001 erklärt der Fraktionsvorsitzende Jürgen Trittin:
Wir gedenken am 11. September der mehr als 3000 Opfer der Anschläge von New York und Washington. Den Angehörigen der Opfer und all denen, die bis heute unter den Folgen dieser Verbrechen leiden, gilt unser tiefes Mitgefühl. Wir gedenken auch all der anderen unzähligen Opfer, die der internationale Terrorismus seither gefordert hat.
Der beispiellose Angriff auf die Vereinigten Staaten von Amerika hat die Welt erschüttert und einschneidend verändert. Er galt jedoch nicht nur einem einzelnen Land, sondern den Grundwerten menschlichen Zusammenlebens überhaupt: Freiheit, Respekt und Toleranz.
Die Abwehr, der "Krieg gegen den Terror", hält bis heute an. Viele Entscheidungen wurden getroffen, die zu Recht umstritten und deren Konsequenzen ungewiss waren oder immer noch sind. Terrorismus ist Kriminalität in ihrer schwersten Form, keine militärische Bedrohung. Mit dem Irak-Krieg spaltete die Bush-Regierung die Verbündeten und konterkarierte die Bemühungen um eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik. In Afghanistan erleben wir seit 10 Jahren einen hoch komplexen Konflikt, dem zahlreiche Menschen zum Opfer gefallen sind. Am Ende des internationalen Afghanistan-Einsatzes wird eine politische Verhandlungslösung stehen, weil auch dieser Konflikt nicht militärisch gelöst werden kann. Wir müssen aus diesen Konflikten Lehren ziehen und verstehen, dass unsere Antwort auf Terror nicht vor allem militärisch sein kann.
Guantánamo und Abu Ghraib werden für lange Zeit Mahnmale schwerster Menschenrechtsverletzungen sein. Die Entrechtung und Folter von Gefangenen darf sich nie mehr wiederholen. Mit der Tötung Osama bin Ladens, dem Hauptdrahtzieher von Al-Qaida, wurde das Terrornetzwerk geschwächt. Gleichwohl wirft die gezielte Tötung von Top-Terroristen massive Fragen nach der Rechtsstaatlichkeit derartigen Handelns auf. Die Prinzipien des Rechtsstaates stehen nicht zur Disposition, denn sonst hätte der Terrorismus gewonnen.
Wir nehmen terroristische Bedrohungen ernst. Wir wollen intelligente Methoden zu ihrer Bekämpfung nutzen. Die Grund- und Menschenrechte sind unser Kompass für eine moderne Politik der Inneren Sicherheit, die echte Sicherheitslücken konsequent schließt, ohne durch Panikmache und grenzenlose Überwachung die Freiheit zu gefährden.
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Und sie bewegt sich doch!
Zu der untenstehenden Mitteilung:
Zu einem Zeitpunkt, als halb NRW schon in Urlaub war, hat die CDU doch noch einem Schulkompromiss zugestimmt. Endlich geht es also weiter, muss man nicht mehr mit Blockadetricks rechnen.
Schule NRW
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW
114/11 Düsseldorf, 20.06.2011
Beer: Absage der CDU ist vorgeschoben
Zur Absage der CDU sowohl an ein Schulkonsensgespräch mit allen fünf Fraktionen des Landtags als auch an ein Schulkonsensgespräch mit CDU, SPD und Grünen erklärt Sigrid Beer MdL, Parlamentarische Geschäftsführerin und bildungspolitische Sprecherin:
„Die hohen Tiere treffen sich zu einem Gespräch. Nur der schwarze Elefant kommt nicht, weil er Angst vor der roten Maus hat. Auf diesem Kindergartenniveau lässt sich das beschreiben, was die Kolleginnen und Kollegen von der CDU uns seit Sonntag vorführen.
Die Begründung der CDU für die abgesagte Teilnahme am Schulkonsensgespräch in der Staatskanzlei ist vorgeschoben. Zu mehreren Anlässen ist die CDU bereits gemeinsam mit der Linken Einladungen aus der Staatskanzlei gefolgt. Sie hat eine gemeinsame Erklärung zu Steinkohlesubventionen mit der Linken unterzeichnet und sich mit der Linken zusammengetan, wenn es um die Wahl des Landtagspräsidenten Uhlenberg, Parkausweise für Handwerker oder die Haushaltsmittel für die „Tatkraft“-Tour der Ministerpräsidentin ging.
Wenn die CDU nun die alte Kommunismusklaviatur spielt, zeigt das zweierlei: Sie hält sich mit protokollarischen Nickeligkeiten auf, statt mit uns in der Sache zu diskutieren. Und sie versucht auf diese Weise Zeit zu gewinnen, weil sie offenbar noch keine Grundsatzentscheidung darüber getroffen hat, ob sie überhaupt einen Schulkonsens für Nordrhein-Westfalen will.
Wir haben dafür kein Verständnis. Vor allem aber bezweifeln wir, dass die vielen Schulgemeinschaften, Eltern, Gemeinden und Fachverbände dafür Verständnis haben, die auf diesen Schulkonsens hoffen. Wir würden schon sehr gerne Mäuschen spielen, wenn sich die CDU-Bürgermeister bei Herrn Laumann melden, weil sie endlich eine Gemeinschaftsschule auf den Weg bringen wollen.
Für uns bleibt es dabei: Ein Schulkonsens, der auf Schulentwicklung vor Ort setzt und keine Schulform abschafft, wäre ein Durchbruch für Nordrhein-Westfalen. Wir würden diesen Konsens gerne gemeinsam mit der CDU finden. Die Tür für Gespräche steht jederzeit offen. Wenn die CDU nicht weiß, was sie politisch will, soll sie es einfach ehrlich zugeben.“
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verantwortlich:
Sebastian Schaffer
- Pressesprecher -
Tel.: 0211 884 2180
ZUKUNFT IST JETZT!
CDU-NRW: Keine Vorschläge - nur buntes Papier
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW
85/11 Düsseldorf, 03. Mai 2011
Priggen: Versagt in der Regierung – versackt in der Opposition
Zur heutigen Broschürenvorstellung der CDU-Landtagsfraktion durch Norbert Röttgen und Karl-Josef Laumann erklärt Reiner Priggen MdL, Fraktionsvorsitzender:
„Wenn die CDU eine Pressekonferenz unter den Titel ‚Versagt in NRW‘ stellt, erwartet man, dass die CDU endlich über die Gründe für die eigene Abwahl vor einem Jahr nachgedacht hat.
Nichts davon. Stattdessen wurde uns nur eine Hochglanzbroschüre mit bunten Bildchen und dürren Schlagzeilen vorgelegt. Jede Schülerzeitung in NRW hat mehr Substanz.
Wer in der ganzen Publikation einen einzigen eigenen politischen Vorschlag der CDU für das Land NRW sucht, der sucht vergebens.
‚Versagt in NRW‘ war der Titel. Versackt in der Opposition ist der Inhalt.“
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verantwortlich:
Sebastian Schaffer
- Pressesprecher -
sebastian.schaffer(at)landtag.nrw.de



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