Sommer 2020:  Seit nun 4 Jahren ein Thema:         

Wird die neue  Autobahnbrücke der K 10 einen Radweg bekommen?     

Die CDU in Senden ist dagegen!

 

Die A1 wird zwischen Ascheberg und Hiltrup demnächst verbreitert und in diesem Zusammenhang müssen die Brücken angepasst, bzw. ebenfalls verbreitert werden. Die Kosten für den Wiederaufbau der Brücken trägt der Kostenträger des Autobahnausbaus. Es wäre naheliegend,  in diesem Zusammenhang diese Brücken mit einem Radweg, bzw. kombinierten Rad-Fußweg zu versehen.  Die Kostenverteilung bei derartigen zusätzlichen Maßnahmen ist im Kreis Coesfeld so geregelt, dass die zuständige Gemeinde 30 % der Kosten tragen muss.

 

Es geht um diese Situation: 

Die Brücke muss von Radwanderern  benutzt werden, um über die Autobahn zu kommen. Die Brücke ist schmal und die Situation äußerst unübersichtlich. Es ist einer Initiative der Grünen zu verdanken, dass dort seit einigen Jahren eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h besteht....dass dies häufig nicht eingehalten wird, liegt auf der Hand. Die Situation ist für Radfahrer und Fußgänger (in der Nähe ist ein stark frequentierter Wanderparkplatz für die Davert) äußerst gefährlich und unübersichtlich.



Brücke über die A1 ohne Fuß- und Radweg                        Karte mit überregionalen Radrouten

von Westen betrachtet.

Bilder: Erich Westendarp


Die CDU  Mehrheit  im Gemeinderat ist dagegen, dass die Gemeinde die Kosten für den Radweg auf der Brücke übernimmt, obwohl es gegen jegliche Vernunft ist, diesen Radweg jetzt nicht zu bauen - er wird dann in den nächsten 50 - 80 Jahren nicht entstehen. Die CDU im Kreistag befürwortet den Radweg. 

Dabei behauptet die CDU in Senden, dass auch ein Radweg auf der gesamten K 10 entstehen müsste, das ist Unsinn - die Rad- und Fußwanderer  benötigen den Weg nur auf der Brücke, da sie sonst andere Wege benutzen, was auf der Karte oben leicht nachvollziehbar ist.


Insofern wäre es zunächst völlig ausreichend,  nur auf der Brücke und der Rampe einen Radweg zu bauen. Die Kosten für die Gemeinde wären dann ca. 200 000 - 300 000 €.....über 30  bis 50 Jahre finanziert, sind das Kosten von nur ca. 10 000 € pro Jahr. Das wäre eine sehr sinnvolle und sehr bescheidene Investition nicht nur für die Verkehrssicherheit sondern auch für den Radtourismus, der sicher in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen wird.  Die Ratsfraktion der Grünen hat nun im Juni erneut einen Antrag gestellt, und den Bürgermeister beauftragt, gemeinsam mit dem Kreis Coesfeld nach Möglichkeiten der Finanzierung zu suchen......die Diskussion des Antrags wurde zunächst vertagt.

 

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Antrag Grüne K10.pdf
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Und einige aus unseren Reihen haben  mit Leserbriefen zu dem Thema Stellung genommen:

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2020 Radweg A1 .pdf
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02_Eine neue Brücke über die A1 ohne Rad
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Ein Blick zurück, das war bisher:


2019: Das Thema war erneut auf der Tagesordnung. Die Gemeinde hätte die Mehrkosten für den Radweg tragen müssen. Mehrheitlich wurde dies abgelehnt.

Dazu ein Leserbrief: 

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2019 Leserbrief 2019-03-17 wg. BAB-Brück
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2016: Geplanter Ausbau der A 1 zwischen Ascheberg und Hiltrup:

 

Gefährlicher Engpass auf einer querenden Brücke darf nicht fortgeschrieben werden !

 

Im äußersten Südosten wird das Sendener Gemeindegebiet von der A1 tangiert, und zwar auf "nur" ca. 500 Metern. Aber die haben es in sich, denn genau in diesem Winkel mitten in der Davert befinden sich auf beiden Seiten BAB-Rastplätze sowie die Überführung der K10 Ottmarsbocholt - Amelsbüren. Nichts besonderes, könnte man meinen, wenn da nicht die vielen Radwanderwege wären, die über diese schmale Brücke geführt werden.

Und das ist das Stichwort: Die A1 soll zwischen Amelsbüren und Ascheberg sechsspurig werden, was zwangsläufig zur Folge hat, dass alle querenden Brückenbauwerke neu errichtet werden müssen.

 

Im Ascheberger Rathaus sind die Pläne im Zuge des Planfeststellungsverfahrens ausgelegt und ein Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßenbau bestätigte einer Abordnung der Sendener Grünen am 3.11.2016, dass es im Verlaufe der K10 exakt diesselbe Art von Brücke sein soll wie bisher (nur eben länger); also wieder ohne jeglichen geschützten Raum für Fußgänger und Radfahrer. Von den überregionalen Radwanderwegen sei dem Landesbetrieb nichts bekannt, solche Informationen müssten grundsätzlich auch von den kommunalen Aufgabenträgern an den Landesbetrieb herangetragen werden. Und das wird knapp: Abgabetermin für Einsprüche und Anregungen ist der 8.12.2016.  

 

Die Fraktion der Grünen in Senden hat am 3.11.2016 im Gemeindeentwicklungsausschuß auf die Problematik hingewiesen und  in aller Eile einen Antrag an den Bürgermeister formuliert, in dem die Gemeinde dazu aufgefordert wird, sich darum zu kümmern, dass die neue Brücke mit einem kombinierten Fuß- und Radweg ausgestattet wird, um alle Verkehrsteilnehmer sicher über dieses Nadelöhr zu leiten.  Den genauen Antragstext findet man unten.

 

In der Bezirksausschusssitzung am 10.11.2016 hat die Verwaltung mitgeteilt, dass sie entsprechende Maßnahmen beantragen wird. Die Ratsfraktion der Grünen hat dazu einen Antrag gestellt:

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Antrag Anregung_Ausbau A1.pdf
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