Neubaugebiet Huxburg


Obwohl wir jeden weiteren Flächenverbrauch kritisch sehen, haben wir dem Beschluss zur Ausweisung dieses neuen Baugebietes in Senden zugestimmt.  (Gemeindeentwicklungssauschuss vom 9.2.2016)

Auf der Webseite der Gemeinde ist der Stand der Planung nachzulesen:

 

https://www.senden-westfalen.de/huxburg


Juli 2020:  Anlass für aktuelle Diskussionen ist die Tatsache, dass die CDU Mehrheitsfraktion  - gegen die Stimmen der anderen politischen Parteien im Gemeinderat - dafür eintritt, dass Verbindungen zwischen dem Gebiet Kralkamp und dem Gebiet Huxburg auch für den Autoverkehr geöffnet werden sollen - wir sind der Meinung, dass die Verbindungen nur für den Radverkehr geöffnet werden sollen. Aus der Bevölkerung gibt es dazu zahlreiche Leserbriefe in der WN.

Dazu die WN:

https://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Senden/4229144-Opposition-kritisiert-geplante-Kralkamp-Oeffnung-Unnoetige-und-gefaehrliche-Belastung


 

Von unserer Seite wurde schon mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass es dringend notwendig ist, im neuen Baugebiet auch ausreichend Flächen für Mehrfamilienhäuser und öffentlich geförderten Wohnraum auszuweisen. Damit tut sich die Mehrheitsfraktion in Senden weiterhin schwer. Wir werden uns weiter dafür einsetzen.

Das neue Baugebiet bietet auch die Chance, die Belange des Klimaschutzes zu berücksichtigen - sowohl beim Bau der Häuser mit entsprechenden Vorgaben, als auch was klimafreundliche Mobilität angeht. 

Diese Punkte müssen bei der Planung von Anfang an berücksichtigt werden. Leider sieht es derzeit nicht danach aus, dass notwendige Aspekte des Klimaschutzes ausreichend berücksichtigt werden.

 

Dazu ein Leserbrief:

 

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2020 Chancen vertan Huxburg.pdf
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Zur aktuellen Planung gibt es aus der Ratsfraktion der Grünen weitere Anregungen:

 

 

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2020 Huxburg_Anregungen_Grüne.pdf
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Bei Neubaugebieten besteht die Chance, gleich so zu planen und zu bauen, dass in der Gebäudetechnik ein Optimum für den Klimaschutz erreicht werden kann:

Wesentlich sind Gebäudeform, Dämmung, Verzicht auf Öl und Gas, stattdessen moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen und Photovoltaik auf dem Dach.

Das rechnet sich auch im Bereich des sozialen Wohnungsbaus und das geht auch mit ansprechender Architektur. Zahlreiche Beispiele findet man unter dem folgenden link:


2019: Baugebiet Huxburg

 

Im Baugebiet Huxburg sollen in den nächsten Jahren 400 neue Wohneinheiten entstehen, die WN berichtete am 24.7.2019 über den Stand der Dinge:

Auch der folgende Artikel ist in diesem Zusammenhang interessant, da er auf die demographischen Herausforderungen der nahen Zukunft eingeht:

 

Es war immer eine zentrale Forderung unserer Fraktion, dass eine größere Verdichtung im neuen Wohngebiet geplant wird - mehr kleinere Wohnungen, dazu eine Pressemitteilung von 2018:

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02_Pressemitteilung Huxburg.pdf
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Neues Baugebiet am Huxburgweg in Senden

 Am 9.2. 2017 beschloss der Gemeindeentwicklungsauschuß in Senden einstimmig, ein neues Baugebiet zu entwickeln. Es handelt sich um eine ca. 20 ha große Fläche im nordöstlichen Gemeindegebiet – das Gebiet ist auf dem Bild dargestellt.

Auch unsere Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Senden hat diesem Vorhaben zugestimmt, obwohl wir einem weiteren Flächenverbrauch sehr kritisch gegenüberstehen. Jeden Tag wird in NRW eine Fläche von 100 000 qm verbraucht, dies entspricht 14 Fußballfeldern. Es liegt auf der Hand, dass ein Flächenverbrauch diesen Ausmaßes auf Dauer nicht gut gehen kann – da bleibt kein Platz mehr für Natur oder Landwirtschaft.

Wir haben dennoch unsere Zustimmung zur Entwicklung dieses Baugebietes gegeben, weil wir sehen, dass in Senden ein großer Bedarf an Wohnraum besteht – vor allem weil Wohnen und Bauen im nahen Münster in jüngster Vergangenheit für die meisten unbezahlbar geworden ist.

Allerdings verbinden wir unsere Zustimmung damit, dass bei der Entwicklung dieses Baugebietes sorgfältig und sparsam mit der Fläche umgegangen wird. Das will heißen: wir können nicht wie bisher nur Einfamilienhäuser auf relativ großen Grundstücken bauen. Um den Flächenverbrauch zu minimieren, bedarf es einer kompakteren Bauweise und innovativer Siedlungsstrukturen und es müssen auch Flächen für Mehrfamilienhäuser vorgesehen werden. Wohnen muss auch für sozial schwächere und ältere bezahlbar und möglich bleiben – dies erfordert Projekte mit öffentlich gefördertem Wohnungsbau und auch alternative Wohnformen.

 

Es sollten sinnvolle Erschließungsabschnitte gebildet und nicht die gesamte Fläche in einem Zug erschlossen werden. Entsprechend sind die Grundstücke abschnittsweise zu vergeben, damit nicht sofort alle Grundstücke verkauft werden und Senden dann wieder keine Bauflächen mehr hat. 

 

Auf die Notwendigkeit derartiger Planungen wurde bereits in der Vergangenheit vor allem von unserer Fraktion hingewiesen und wir werden uns auch bei diesem Baugebiet für diese Punkte stark machen.

 

In diesem Zusammenhang stellte  unsere Fraktion im Jahr 2017 im Gemeindeentwicklungsausschuss den Antrag, einen studentischen Wettbewerb zur Entwicklung dieses Baugebietes zu machen - leider wurde der Antrag abgelehnt.....das war 2017, mit der Begründung, dazu wäre keine Zeit. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2020....vielleicht wäre doch Zeit gewesen....???

 

Antrag - siehe Fraktion.

 

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2017 08 Antrag Huxburg_ Gruene_2017_08_3
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