Jubelwiese theoretisch ja- aber nicht im Ortskern

 

 

 

Was für eine schöne neue Obstwiese hätte es schon bald mitten in Senden geben können! Als Jubelwiese sollte sie in Senden errichtet werden- darüber waren sich sämtliche Fraktionen im Umweltausschuss im Juni 2019 einig. Allen Sendenern wird dabei die Möglichkeit gegeben, zu Festlichkeiten, Jubiläen oder Geburtstagen einen Obstbaum zu verschenken. Der wird dann von der Gemeinde gepflanzt und gepflegt, die Ernte bleibt bei den Beschenkten. Auch zahlreiche Insekten und Vögel können in einem solchen Ökosystem jubilieren, gibt es hier nicht nur reichlich Nahrung, sondern auch unheimlich viele Versteckmöglichkeiten, ein wahrhaftiges Paradies.

 

5 Monate lang wurde den Parteien bis letzte Woche Zeit  gegeben, eine geeignete Fläche auf Sendener Gemeindegebiet vorzuschlagen. Einzig die Grünen kamen dieser Verpflichtung nach und schlugen einen Teil der Grünfläche zwischen Hagenkamp und Siebenstücken, gegenüber dem Rodelhügel vor.  „Mit fadenscheinigen Bedenken, wie einer möglichen Wespenplage“, so Sandra Maaß, die als Zuschauerin im Umweltausschuss am 28.11. anwesend war, „wird hier ein Projekt verhindert, das einen hohen ökologischen Stellenwert hätte einnehmen können.“  Es wurde vorgetragen, dass man den Bewohnern diese Freifläche nehme, anstatt die Aufwertung durch eine Obstwiese anzuerkennen. Man müsse damit rechnen, dass die Bäume lange Bestand haben würden.... „das ist auch gut so“, erwiderte der Vorsitzende Rolf Wiederkehr daraufhin... Mit einem denkbar knappen Abstimmungsergebnis wurde diese Fläche als Standort abgelehnt. „Leider wird einem hier wieder sehr deutlich, dass der Umwelt- und Klimaschutz bei der Mehrheitsfraktion eher theoretischer Natur ist...“, so Dr. Wilhelm Kraneburg von der Fraktion Bündnis90/ die Grünen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Suche nach einer geeigneten Fläche bald doch noch Früchte trägt...