13.10.2019 Pressemitteilung zur Ausstellung: Irrweg Pestizide

 

Näheres bei : Themen in Senden - Landwirtschaft

 

Die im Rahmen der Klimaschutzwoche im Rathaus präsentierte Ausstellung „Irrweg Pestizide“ erregt weiter die Gemüter. Nachdem am Eröffnungstag sowie in diversen Presseberichten zahlreiche Landwirte gegen die Ausstellung protestiert hatten, legte (trat) Ratsmitglied und Landwirt Bernd Aundrup (CDU) in der vergangenen Ratssitzung noch einmal nach und beklagte den seiner Meinung nach einseitigen Inhalt und die Diffamierung seines Berufsstandes (der Ausstellung und die Auswahl von Ort und Zeitpunkt.)

 

Bürgermeister Täger, der hier (so) persönlich angegriffen wurde, entschuldigte sich bei den Landwirten. Dazu gab die Fraktion von Bündnis90/DieGrünen nun eine Pressemeldung heraus, in der sie eine Notwendigkeit der freien Meinungsäußerung bekräftigt und die Entschuldigung des Bürgermeisters hinterfragt. Fraktionsmitglied Dr. Evelyn Stauch verteidigt die Inhalte der Ausstellung, die vom NABU herausgegeben wurde: "Wenn man über Klimaschutz redet, muss man auch über die Ursachen des Klimawandels reden dürfen. Und wenn in Senden eine Klimaschutzwoche veranstaltet wird, dann muss man auch über die Ursachen reden dürfen, die  ländlichen Umfeld relevant sind.“ Nichts anderes hat diese Ausstellung "Irrweg Pestizide" getan, über die sich die Landwirte so sehr aufregen. In dieser Ausstellung ist absolut nichts Diffamierendes gegen Landwirte zu finden. Die Ausstellung setzt sich mit den Auswirkungen von sogenannten Pflanzenschutzmitteln und Gentechnik auseinander und zeigt Alternativen auf. Von Diffamierung kann da keine Rede sein. Auch eine einseitige politische Färbung, die Bürgermeister Täger kritisiert, ist nirgends zu erkennen. Wir wünschen uns eine sachliche Auseinandersetzung mit den Inhalten der Ausstellung und nicht ein pauschale, unsachliche Verurteilung. Ganz ohne Zweifel bringt die Verschärfung der Düngemittelverordnung die Landwirte in zusätzliche Not. Diese Not kommt jedoch daher, dass die konventionelle, industrialisierte Landwirtschaft, die derzeitige Politik und der ruinöse Preiskampf der Konzerne die Landwirte dazu zwingt, immer mehr Ertrag aus der Fläche herauszupressen und diese Art des Wirtschaftens nicht nur die Natur kaputtmacht, sondern auch die Höfe. Sie führt zu einem Konzentrationsprozess, bei dem am Ende nur wenige große Betriebe überleben können, weil Gewinne nur noch mit immer größeren Mengen zu erzielen sind.(“) Der Ausweg aus diesem Hamsterrad könne nicht darin bestehen, gegen berechtigte Verschärfungen der Düngemittelverordnung anzugehen und kritische Worte der Wissenschaft unterbinden zu wollen. Abhilfe schaffe hier nur eine Orientierung hin zu „Weniger ist Mehr“. Zahlreiche Landwirte hätten dies erkannt und sich auf ökologische Landwirtschaft umgestellt. Sie zeigten, dass das funktionieren könne, auch unter wirtschaftlichen Aspekten. „Dürfen im Rathaus in Zukunft nur noch Ausstellung gezeigt werden, die von allen Fraktionen genehmigt wurden?“, fragen die Grünen. Und: „Können die Landwirte auch nur einen Punkt der in der Ausstellung gezeigten Fakten widerlegen?“ (Das Wort Landwirtschaft bestehe aus zwei wesentlichen Teilen: Land und Wirtschaft. Das Land brauche die Pestizide nicht, wohl aber die Wirtschaft.) “Wir müssen uns (auch) bewusst sein, dass unsere Nahrungsmittel größtenteils mit Gift produziert werden.“, so Fraktionsmitglied Helmut Hillringhaus. („Unter diesen Gesichtspunkten ist eine Entschuldigung des Bürgermeisters völlig überflüssig!“) Die Grünen seien dialogoffen und erkennen die Zwangslage vieler Landwirte an. Nicht die Landwirte selbst seien Ziel ihrer Kritik, sondern die seit Jahrzehnten festgefahrenen Strukturen der Landwirtschaft in Deutschland sowie die europäische Subventionspolitik im Agrarsektor ( Europa und der Welt).

 

 

 

Pressemitteilung zur Bürgermeisterwahl 2020

 

„Müssen die Sendener länger auf ihr erstes Windrad warten, als die Berliner auf ihren Flughafen?“, war nur eine von vielen Fragen, denen sich Bürgermeister Sebstian Täger am Montagabend auf einer Ortsversammlung der Grünen anlässlich seiner erneuten Kandidatur stellte. Aber nicht nur der Klimaschutz, der auch für den Bürgermeister nach eigenem Bekunden in den letzten Jahren eine zunehmend höhere Bedeutung bekommen hat, war Thema des Gesprächsabends, bei dem die Mitglieder der Grünen den Kandidaten auf Herz und Nieren prüften. Einen breiten Raum nahm die Diskussion um die Gestaltung zukünftiger Wohngebiete ein, bei der durchaus unterschiedliche Vorstellungen sichtbar wurden. Mit den seit Jahren unverändert einbezogenen  Planungsbüros können sich die Grünen nicht vorstellen, einen ökologisch und klimapolitisch zukunftsorientierten Städtebau hinzubekommen.  Wie auch bei den anderen Oppositionsparteien war den Grünen der Einstieg in den Wahlkampf durch eine zu starke Vereinnahmung durch den CDU-Ortsverband und eine nicht spürbare Parteilosigkeit schwer aufgestoßen. Dass er aus dem Amt heraus kandidiere, wie der sich selbst als Moderator verstehende Verwaltungschef betonte, kam bei den Grünen gut an. Dennoch hätten sich die Grünen gewünscht – und wünschten sich dies auch in der Zukunft – dass der Bürgermeister bei der ein oder anderen Sitzung deutlicher seine Meinung herausstellt, unabhängig davon, dass er als Demokrat die Beschlüsse der Mehrheit umzusetzen hat. Für den  Ortsteil Bösensell hätten sich die Grünen eine frühzeitigere Information über die anliegenden Planungen erhofft, z.B.in Form einer jährlichen Bürgerversammlung. Punkten konnte Täger mit seinem Politikverständnis, seinen hohen Sympathiewerten und seinem Engagement bei der gerade einstimmig durch den Gemeinderat verabschiedeten Klimaresolution. Letztlich hat sich der Ortsverband der Grünen darauf verständigt, auf ein Votum für oder gegen eine Unterstützung von Sebastian Täger für eine weitere Amtszeit zu verzichten. Vielmehr wollen sich die Grünen auf den eigenen Wahlkampf konzentrieren und für eine grüne Politik in Senden werben.   „Sebastian Täger ist kein grüner Bürgermeister, wir schätzen aber seine engagierte und auch für grüne Themen offene Art“, fast Philipp Scholz die interne Diskussion zusammen. „Wir können uns eine weitere Zusammenarbeit mit ihm als Bürgermeister gut vorstellen.“ Für die Grünen ist letztlich entscheidend, dass sich die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat ändern und die politischen Vorgaben für die Arbeit der Verwaltung eine deutlich grünere Prägung bekommen.

 

 

 


19.06.2019 Klima in Senden nicht in Not- was für ein Glück

 

Was für ein Glück ist es doch, dass der Klimawandel unsere Gemeinde verschont,  so dass keine Konsequenzen aus verfehlter Klimapolitik gezogen werden müssen!

Am letzten Dienstag brachten die Grünen im Umweltausschuss einen Antrag zur Ausrufung des Klimanotstands in Senden ein.

Und nein, nicht nur ein symbolischer Akt sollte es sein, Verwaltung und Politik wurden aufgefordert, zu jeder politischen Maßnahme die Klimaschädigung derselben zu hinterfragen. Es sollte endlich gehandelt werden und keine Lippenbekenntnisse  geben.

Erfreut waren die Grünen über das Plädoyer des Bürgermeisters, der diese Resolution voll unterstützte: „die bisherigen Maßnahmen, auch die unserer Gemeinde, reichen bei Weitem nicht aus, das Pariser Klimaziel der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad zu erreichen. Man bräuchte eine Verhaltensänderung, eine Bewusstseinsänderung. Diese Resolution könne dazu beitragen, mehr Akzeptanz in der Bevölkerung beispielsweise für das sehr umstrittene Thema der Windkraft zu bekommen.“ Einzig in der Wortwahl sah er Nachbesserungsbedarf.

 

Ganz anders wurde dieser Antrag jedoch bei ALLEN anderen politischen Fraktionen gesehen. „Klima sei wichtig, habe aber keine absolute Priorität“, so ein Vertreter der CDU, „man wolle sich keinem Fundamentalismus unterwerfen.“ Die SPD störte sich vor allem an dem Begriff des Notstandes. Auch dass die Verwaltung jede Maßnahme klimatechnisch bewerten solle, lehnte sie ab.

 

Die FDP äußerte, dass man hier in Senden bereits Vorbild sei und so viele tolle klimafreundliche Dinge tue, hier sehe man  keine Notwendigkeit. Auch die UWG lehnte diese Resolution ab, „mit positiven Worten könne man mehr Leute begeistern“.

 

Es wurde seitens der anderen Fraktionen vorgeschlagen, weitere Treffen mit verschiedenen Bevölkerungs- und  Altersgruppen zu veranstalten und weiter über das Thema zu diskutieren...

„Wir Grünen“, so Helmut Hillringhaus,  „sind der Auffassung, dass es nicht reicht, schöne Floskeln zu schwingen; man muss als Politik und Verwaltung tatsächlich auch handeln, selbst wenn es Personal und Kapital bindet“.

Auch Rolf Wiederkehr bestätigt: „Wie sollen wir denn der nächsten Generation unter die Augen schauen und rechtfertigen, dass wir immerhin schöne aufmunternde Worte gegen den Klimawandel gefunden haben, uns aber nicht zu Handlungen verpflichten wollten?“

Letztlich wurde diese Resolution von allen anderen Parteien abgeschmettert.

„Wir sind sehr enttäuscht, dass eine große Chance für Senden vertan wurde. Weiteres Reden wird uns hier nicht weiterbringen“ so Sandra Maaß. 

 


 

Stellungnahme der Grünen zur Abschiebung der jesidischen Familie - 21.5.2019

 

 Ergriffen sind auch die Grünen über die Entscheidung der zentralen Ausländerbehörde, die jesidische Familie mitten in der Nacht abzuschieben. Daher  unterstützen sie gerne die Initiativen der unterschiedlichen Schulen und Vereine. So  wurde auch auf dem grünen Europafest am vergangenen Samstag zur Unterschrift aufgerufen. Gerade so gut integrierte Menschen sind eine enorme Bereicherung für unser soziales Miteinander. Für uns steht eindeutig der menschliche Aspekt dieser Entscheidung im Vordergrund. Dieser findet derzeit gar keine Berücksichtigung.

 

Bereits im Dezember 2018 hat die grüne Bundestagsfraktion einen Entwurf für ein Einwanderungsgesetz in den Bundestag eingebracht. Ziel ist die Gestaltung einer Einwanderungsgesellschaft, die die Interessen und Talente der Menschen in den Mittelpunkt stellt und gleichzeitig den Bedarf an Arbeitskräften in Deutschland abdecken soll.

 

Rechtlich gab es in diesem Fall leider keinen Spielraum. Dieser könnte und sollte jedoch geschaffen werden.

 

 

 




Außerordentliche Fraktionssitzung der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen:


"Münsterland - Stadion" in Senden - Boesensell ?

 

Presseerklärung der Ratsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen zu diesem Artikel in der WN:

 

http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Senden/3245609-Arena-fuer-70-Millionen-Euro-Preussen-planen-Stadion-Neubau-in-Boesensell


 

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen

 

 

 

Preußenstadion/Artikel WN vom 07.04.2018

 

 

 

In der Presse ist bereits mehrfach über das Ansinnen des SC Preußen Münster, ein neues Stadion außerhalb von Münster bauen zu wollen, da dort kein geeignetes Grundstück zur Verfügung gestellt werden konnte, berichtet worden. Derzeit hat der Verein seinen Focus auf einen Standort in Bösensell gerichtet, der aufgrund seiner Lage zwischen Bahnlinie und A 43 sehr gut geeignet scheint. Da bislang nur sehr vage Informationen zu dem Projekt vorlagen, ist der Bürgermeister der Gemeinde Senden, Sebastian Täger, von den Fraktionen des Rates beauftragt worden, sämtliche Fakten rund um das Projekt zusammenzutragen sowie mögliche Interessen der Gemeinde auszuloten, so dass Vor- und Nachteile eines Stadionbaus in Bösensell für eine abwägende Entscheidung klar auf dem Tisch liegen. „Für die Grünen kann ich sagen, dass wir bisher weder ein positives noch ein negatives Votum zu dem Projekt abgegeben haben“, stellt Fraktionssprecher Philipp Scholz klar. Entsprechend sei die Aussage des Vereinspräsidenten, Herrn Strässer, die in dem WN-Artikel vom 07.04.2018 zitiert worden ist, nicht korrekt. Strässer hatte mitgeteilt, dass er von den Fraktionen des Sendener Rates „sehr positive Signale“ erhalten habe. „Dies kann ich für meine Fraktion eindeutig ausschließen“, erklärt Philipp Scholz weiter. Soweit er informiert sei, habe es auch seitens der anderen Fraktionen keine ähnlichen „Signale“ gegeben. Richtig ist lediglich, dass bisher keine Partei das Vorhaben sofort abgelehnt hat. Die Grünen werden sich erst dann abschließend positionieren, wenn alle Fakten und Informationen vorliegen und eine umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, vor allem der Bösenseller, durchgeführt worden ist, so Scholz weiter. Bisher seien die Informationen zu dem Projekt jedenfalls nur sehr spärlich gewesen, was viel Raum für Spekulationen zur Ausgestaltung des Projektes ermöglicht hat. Aus der Sicht des Fraktionssprechers wäre eine frühzeitige und ernsthafte Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger sehr wichtig. Es gäbe auch bereits viele Stimmen aus Bösensell, die das Projekt grundsätzlich ablehnen, was z.B. unter ökologischen Aspekten durchaus nachvollziehbar sei. „Jetzt ist es vor allem Sache des Vereins, ein Konzept vorzulegen, so dass Chancen und Risiken für Senden klar erkennbar werden“, macht Scholz deutlich. Und da sei es wenig hilfreich, wenn Herr Strässer häppchenweise und mit z.T. unkorrekten Aussagen für das Projekt Werbung macht. Die Entscheidung sei weiterhin absolut offen und die Grünen werden sich auch nicht vor den Karren des Münsteraner Vereins spannen lassen, erläutert Philipp Scholz abschließend.

 

 

 

 

 

 

 

Philipp Scholz

 

Fraktionssprecher Bündnis 90/Die Grünen  

 

Jessener Str. 52

 

48308 Sendener

 

Tel. 01773440068

 

Mail: philipp.scholz2@freenet.de

 

 

 


Westfälische Nachrichten vom 29.3.2018:


WN vom 16.8.2017:


 

Neues aus dem Ortsverband der Grünen

 

 

 

Der Ortsverband der Partei Bündnis 90/Die Grünen traf sich in der vergangenen Woche zu seiner Jahreshauptversammlung, in deren Mittelpunkt Vorstandswahlen standen. Zu Beginn berichtete Kasssierer Erich Westendarp über Einnahmen und Ausgaben des Ortsverbandes sowie die vom Landesverband eingeführte Umstellung der Kassenführung auf ein parteieinheitliches System. Die von den Kassenprüfern Eckhard Scholz und Andreas Dötsch vorgenommene Kassenprüfung hatte keine Fehler oder Unklarheiten erbracht; somit konnten Kassierer und Vorstand einstimmig entlastet werden. Vorstandssprecherin Katharina Nitz-Uliczka berichtete anschließend zusammenfassend über Aktivitäten des Ortsverbandes und wesentliche Ereignisse aus den vergangenen zwei Jahren, zu denen leider auch der Tod des langjährigen Parteimitglieds Bernd Müller gehörte. Erfreulicherweise waren im Zeitraum 2014 - 15 zwei Neumitglieder zu verzeichnen, die inzwischen schon in der Fraktion mitarbeiten. Bettina Bicknese und Wolfgang Dropmann signalisierten vor dem Wahlgang, dass sie nicht mehr für den Vorstand kandidieren wollten. Die geheime Wahl ergab danach das folgende Ergebnis: Wiederwahl der Sprecherin: Katharina Nitz-Uliczka, des Sprechers Rolf Wiederkehr sowie des Kassierers Erich Westendarp. Neu in den Vorstand gewählt wurden als Beisitzerinnen Sandra Maaß und Evelyn Stauch, als Beisitzer Andreas Dötsch.

 

Zur aktuellen Ratsarbeit teilte Fraktionssprecher Philipp Scholz mit, dass die Hoffnung, Haus Palz als ein „Integratives Bürgerhaus“ zu erleben, noch nicht aufgegeben werden muss. Aus dem Arbeitskreis Windkraft berichtete Scholz, dass man neue Konzentrationsflächen ausgewählt habe, in denen nun auch die Fläche der Bürgerwind GBR in Ottmarsbocholt enthalten ist. Das Thema wird auf der Tagesordnung des nächsten Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschuss erscheinen. – Abschließend informierte Wolfgang Dropmann über den Stand der Planung der in diesem Jahr anstehenden Wahlkämpfe..

 

 

 


S. Hofschlaeger  - pixelio.de
S. Hofschlaeger - pixelio.de

 Pressemeldung WN vom 4.3.17:

„Wir wollen nicht als Bittsteller auftreten“

 

Mehr Geld für die Jugendarbeit: Gemeinde gleicht Steigerung durch Tarifanpassung aus


-sff- Senden - Wie viel darf die vom Verein „Ökumenischer Jugendtreff“ geleistete offene Jugendarbeit kosten ? Und in wie weit ist die Gemeinde Senden in Zukunft bereit, finanzielle Defizite auszugleichen ? Um diese Fragen drehte sich am Donnerstagabend eine Diskussion im Sozialausschuss.

 

 Ausgelöst wurde die Debatte durch einen Antrag des Ökumenischen Jugendtreffs, den der Vorsitzende, Pfarrer Stefan Benecke, und Geschäftsführer Andreas Dötsch vortrugen. Darin wird die Gemeinde gebeten, das in 2016 entstandene Defizit von 15539 Euro auszugleichen und den jährlichen Zuschussbetrag von 145000 Euro um 15550 Euro zu erhöhen, um kostendeckend arbeiten zu können. Im Wesentlichen seien die Mehrkosten durch tarifliche Steigerungen der Personalkosten bei den fünf pädagogischen Mitarbeitern entstanden, die sich vier Vollzeitstellen teilen.

„Wir leisten die Jugendarbeit stellvertretend für die Kommune und tun dies sehr gerne. Wir wollen aber nicht als Bittsteller auftreten“, wies Benecke darauf hin, dass nicht zuletzt durch die ehrenamtliche Vorstandsarbeit der Gemeinde Aufwand und Kosten erspart würden.

 

 Alfons Hues (CDU) erkannte die „hervorragende Arbeit“ an, wollte aber „im Sinne des Steuerzahlers“ keine automatisierte jährliche Zuschussanpassung akzeptieren. Ebenso wie Hues plädierte auch sein Fraktionskollege Gerd Gebauer mit Blick auf andere freiwillige Leistungen der Gemeinde auf eine künftige Kostendämpfung.

 

 Achim Peltzer (SPD) zeigte sich für eine Dynamisierung mit Kostenaufstellung grundsätzlich offen. Allein die Tariferhöhungen rechtfertigten solche Erhöhungen. Wolfgang Dropmann (Grüne) sah eine Erhöhung des Zuschussbetrages allein schon aufgrund des gewachsenen Aufwandes durch die Aufsuchende Jugendarbeit und die Arbeit mit Flüchtlingskindern als gerechtfertigt an.

„Wir waren immer froh in der Verwaltung, dass der Verein uns Aufgaben abgenommen hat“, trat auch Bürgermeister Sebastian Täger für den Ökumenischen Jugendtreff in die Bresche. Er schlug vor, dass die Kostenaufstellung des Vereins für das Folgejahr nicht nur beim Kreis, sondern auch bei der Gemeinde schon im November des Vorjahres eingereicht wird. Diesem Vorschlag folgte der Ausschuss einstimmig bei einer Enthaltung (UWG) und bewilligte die vom Verein beantragten Zuschüsse.


Grüne für Blühstreifen zur Unterstützung des Artenschutzes

Bild: Gemeinde Alsdorf

Pressemitteilung : WN  vom 1.3.2017

 

Mit Wildblumenwiesen die Artenvielfalt erhöhen

Grüne regen Umwandlung von Flächen an / Auswahl der Standorte und Saatmischungen wichtig

 

Wer kennt sie nicht, die eintönigen Restgrünflächen in den Wohngebieten und am Siedlungsrand, die oftmals nur als Hundetoilette genutzt und 4-5 mal im Jahr gemäht werden müssen. Sie haben ökologisch und gestalterisch keinen besonderen Wert, verursachen aber einen nicht unerheblichen Unterhaltungsaufwand. Gleichzeitig ist seit Jahren ein deutlicher Rückgang der Artenvielfalt festzustellen, hier insbesondere bei Insekten, die am Anfang der Nahrungskette stehen oder eine wichtige Funktion als Bestäuber haben.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rahmen der Haushaltsberatungen im Umweltausschuss den Vorschlag eingebracht, diese Restgrünflächen in Wildblumenwiesen umzuwandeln und hierfür einen kleinen Betrag im Haushalt 2017 bereitzustellen. „Damit könnte einerseits ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt geleistet werden, zum anderen wird Senden durch die Blütenpracht noch ein Stück attraktiver“, erläutert Rolf Wiederkehr von den Grünen.

Trotz anfänglichem Wiederstand aus den CDU-Reihen soll die Initiative der Grünen nunmehr aufgegriffen und umgesetzt werden. Bürgermeister Sebastian Täger hat bereits auf dem „kurzen Dienstweg“ Gespräche mit örtlichen Landwirten geführt, die im Gegenzug an ihren Feldrainen Blühstreifen aussäen wollen. Aufgrund des geringen Kostenaufwands ist eine Darstellung im Haushalt aber nicht zwingend erforderlich, stellte Bürgermeister Täger fest. „Es ist sehr wichtig, die richtige Saatmischung für den jeweiligen Standort auszuwählen, damit das Projekt gelingt“, betont Helmut Hillringhaus, sachkundiger Bürger für die Grünen im Umweltausschuss.

Die Grünen haben Mitglieder mit entsprechender Fachkenntnis in ihren Reihen. Sie boten der Gemeinde ihre Unterstützung bei der Auswahl der Flächen und der Saatmischungen an. „Das Anlegen der Wildblumenwiesen ist zwar nicht zum Nulltarif zu haben, der deutlich geringere Unterhaltungsaufwand ist allerdings gegenzurechnen. Was zunächst nach grüner Blümchenromantik aussieht, ist tatsächlich aber eine wichtiger Beitrag, um die Artenvielfalt zu schützen, und schön aussehen wird es gleichzeitig auch“, freut sich Fraktionssprecher Philipp Scholz über die gelungene Initiative.

 

Philipp Scholz

Fraktionssprecher Bündnis 90/Die Grünen

Jessener Str. 52

48308 Senden

Tel. 01773440068

Mail: philipp.scholz2@freenet.de