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17. Mai 2011

Elektromobilität

(z.B. Elektroauto Nissan Leaf)

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen


NR. 0435
Datum: 16. Mai 2011

E-Mobilität: Autostandort Deutschland muss auf die Überholspur



Zur Übergabe des zweiten Berichts der Nationalen Plattform Elektromobilität an Angela Merkel und den Plänen der Bundesregierung zur Förderung der Elektromobilität erklärt die Fraktionsvorsitzende Renate  Künast:

Die Bundeskanzlerin springt zu kurz. Nur mit Forschungsförderung wird Deutschland bis 2020 niemals 1 Million E-Autos auf die Straße bekommen. Wir müssen bei E-Autos endlich von Schneckentempo auf High-Speed umschalten. Die deutsche Autoindustrie hat zu lange auf der Standspur gestanden und andere Anbieter vorbei ziehen lassen. Wir müssen den Autostandort Deutschland endlich auf die Überholspur setzen, nur das sichert Arbeitsplätze und trägt zu einer klimagerechten Mobilität bei. Es geht nicht allein darum, den Motor auszutauschen. Elektromobilität ist ein Gesamtkonzept, das das Auto auch zunehmend mit anderen Verkehrsträgern des öffentlichen Verkehrs und des Fahrrads vernetzt.



 Damit E-Autos in Deutschland endlich durchstarten brauchen wir eine Kaufprämie von 5000 Euro, nur so hat Deutschland eine Chance zum Leitmarkt für E-Autos zu werden. Das Aussetzen der Kfz-Steuer ist ein erster Schritt, reicht aber nicht aus. Zur Gegenfinanzierung sollten Spritschlucker und Dienstwagen weniger Steuervorteile erhalten.



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4. Mai 2011

Dienstwagen

(Foto: pixelio, Rolf Krekeler)
1. Oktober 2010

Seltsame Mauscheleien

(Foto: Gerd Altmann, pixelio)

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 1157
Datum: 30. September 2010

Beitrag der Wirtschaft zum Sparpaket löst sich in Rauch auf

Zur Diskussion der Koalition, auf den Abbau von Ausnahmen bei der Ökosteuer zu verzichten und stattdessen die Tabaksteuer zu erhöhen, erklären Lisa Paus, Obfrau im Finanzausschuss und Alexander Bonde, Sprecher für Haushaltspolitik:

Der Beitrag der Wirtschaft zum Sparpaket soll sich offenbar völlig in Rauch auflösen. Die Regierung kapituliert vor BDI & Co.:
Wenn noch nicht einmal Mitnahmeeffekte bei der Ökosteuer abgeschafft werden, bedeutet dies ökologisch und ordnungspolitisch ein Totalversagen der schwarz-gelben Regierung. Fabrikschlote werden wegen der Tabaksteuer nicht weniger giftigen Rauch ausstoßen als zuvor. Nur durch eine effektivere Besteuerung umweltschädlicher Produktionsweisen können gleichzeitig Mehreinnahmen und ökologische Lenkungseffekte erzielt werden.

Der Versuch, den fehlenden Beitrag der Wirtschaft durch höhere Tabaksteuer- einnahmen zu ersetzen, wird scheitern. Zwar hat eine Erhöhung der Tabaksteuer positive Wirkungen für Gesundheit und Prävention, für den Haushalt sind allenfalls geringe Mehreinnahmen zu erwarten.
Die soziale Schieflage des Sparpakets wird weiter verschäft, wenn die Wirtschaft selbst die in geringem Umfang geplanten Mehrbelastungen durch Lobbyarbeit verhindern kann.


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Weiter:

In diesem Zusammenhang interessant ist auch das Experten-Interview auf zeit-online vom 1.10.2010.  Die Adresse lautet (bitte klicken):

http://www.zeit.de

/wirtschaft/2010-10

/interview-damian-ludewig



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Schuldenbremse

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW

01/12 Düsseldorf, 10. Januar 2012

 

Priggen: Nichts Neues bei Laumann und Röttgen

 

Zu dem heutigen Pressegespräch des CDU-Fraktions- vorsitzenden Laumann und Landesvorsitzenden Röttgen zum Thema Schuldenbremse erklärt Reiner Priggen MdL, Fraktionsvorsitzender:

"Es ist erfreulich, dass Herr Röttgen als Teilzeitlandes- vorsitzender den Weg nach NRW zu einem Besuch in der CDU-Landtagsfraktion gefunden hat. Es bleibt beim pflichtgemäßen Oppositionsgemäkel, kein einziger konkreter, substantieller Vorschlag der CDU, der in der Sache weiterhelfen würde, z.B. zu den Themen Kommunalfinanzen, U3-Betreuung oder Energiewende.

Die wichtigen Antworten auf die Frage, wie eine zwei vor dem Komma bei der Neuverschuldung des Landes umzusetzen sei, bleiben die Herren schuldig. Das ist aber nicht Neues, wir vermissen immer noch die von Herr Laumann in der letzten Plenarsitzung angekündigte ‚Sparliste‘ für den Landeshaushalt.

Offensichtlich plant die CDU in diesem Jahr keinen Wahlkampf in NRW und freundet sich damit an, die gut funktionierende rot-grüne Landesre- gierung  auch in Zukunft von der Oppositions- bank aus schlecht zu machen.

Zumindest hat Herr Röttgen den guten Vorsatz, sich künftig ‚noch öfter‘ in NRW blicken zu lassen.“

_____________

verantwortlich:

Nalan Öztürk

-Stellvertretende Pressesprecherin-

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14. April 2011

EURO

(Fotomontage: Gerd Altmann, pixelio)







Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen


NR. 0337
Datum: 13. April 2011


Euro-Rettungsschirm: Deutschland muss Verantwortung übernehmen -  starke Parlamentsrechte sind unerlässlich


Zur Diskussion über die Beteiligung des Deutschen Bundestages bei der Umsetzung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) erklärt Manuel Sarrazin, Sprecher für Europapolitik:

Der Rechnungshofbericht unterstreicht, was wir seit Monaten fordern: Bei der Umsetzung des ESM muss der Bundestag starke Rechte erhalten, den ESM zu kontrollieren und bei wichtigen Entscheidungen des ESM beteiligt zu werden. Die Bundesregierung muss klarstellen, dass die Umsetzungsgesetze diesem Anspruch genügen werden.


Die Klarstellung des Rechungshofs, dass die deutschen Raten der Bareinlage schneller fällig werden können zeigt: Merkel führt die Öffentlichkeit an der Nase herum. Die Bundes- kanzlerin hat die Einzahlung der deutschen Raten aus wahltaktischen Gründen bis 2017 hinausgezögert. Jetzt ist klar: Unsere Kritik an dieser Verschleppungs- taktik war richtig. Im absoluten Notfall muss Deutschland früher als bis 2017 seine Bareinlage von 22. Milliarden Euro einzahlen.


Eine Rettung des Euro gibt es nicht zum Nulltarif. Gerade deswegen ist es wichtig, dass die Bundesregierung ihre verfassungswidrige Informationspolitik in Fragen der Euro-Rettung endlich rückgängig macht. Es ist richtig, dass Deutschland Verantwortung für die Euro-Rettung, auch mit Gewährleistungen und Einlagen aus seinem Haushalt, übernimmt. Dazu gehört aber auch, dass die Bundesregierung endlich die Risiken klar benennt.<

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24. Januar 2011

EURO (II)

(Foto: Gerd Altmann, pixelio)

Staatsanleihen, Rettungsschirme, Zinssteigerung, Aufwertung, Abwertung, Krise, Geldwert, Stabilität - es ist schon eine Menge, was dem währungspoli- tischen Laien seit einiger Zeit an Begriffen um die Ohren gehauen wird. Und nicht von ungefähr keimt auch häufig der Verdacht auf, dass diejenigen, die darüber schwadronieren, auch nicht den meisten Durchblick haben.

Ein wenig Licht ins Dunkel bringt ein Bericht von ZEIT-online, den Sie unter dem folgenden Link abrufen können:

http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-01/euro-krise-faq

 

 

5. November 2010

Kommunalfinanzen (Bund)

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 1293
Datum: 5. November 2010

Zukunft der Gemeindefinanzen ungeklärt

Anlässlich der gemeinsamen Erklärung des Bundesfinanzministeriums und der kommunalen Spitzenverbände erklärt Britta Haßelmann, Sprecherin für Kommunalpolitik:

Die Bundesregierung behauptet einen Durchbruch in der Gemeindefinanzkommission, tatsächlich ist nichts geklärt. Das Nachsehen haben unsere Städte und Gemeinden. Die Zukunft der Gemeindesteuern ist ungeklärt und droht in eine noch größere Schieflage zu geraten. Ohne Rücksicht auf die Situation der kommunalen Haushalte fordern Teile der Union und der FDP weitere Steuersenkungen. Ebenso schädlich ist es, wenn Bundesfinanzminister Schäuble die dringend erforderlichen Entlastungen der Kommunen bei den Sozialausgaben, an die Bedingung knüpft, künftig einen ruinösen Wettbewerb um die Einkommenssteuer zu führen. Steuersenkungen und Wettbewerb bei der Einkommenssteuer treiben die Kommunen weiter in die Krise.

Wir fordern einen klaren Verzicht auf weitere Steuersenkungen und eine Stärkung der kommunalen Steuereinnahmen. Besserverdienende und Vermögende müssen hierzu ebenso einen Beitrag leisten wie Unternehmen.

Bundesfinanzminister Schäuble muss jetzt das Ruder herumreißen und für die klammen Kommunen ein tragfähiges Steuerkonzept vorlegen, das die Gewerbesteuer gerechter gestaltet und zugleich die Einnahmen stabilisiert. Dazu müssen die gewinnunabhängigen Elemente weiter gestärkt werden und auch die Freiberufler in die Steuerpflicht einbezogen werden.

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2. November 2010

Kommunalfinanzen (Land)

Seltene Einigkeit im Landtag von NRW: Der Bund muss den Gemeinden finanziell helfen statt ihnen immer neue Aufgaben aufzubürden.

Lesen Sie dazu eine Verlautbarung vom Fraktionsvorsitzenden Rainer Priggen.

(Foto: Dieter Schütz, pixelio)



25. Januar 2012

Mehrwertsteuerreform abgesetzt!

(Foto: Claudia Hautumm, pixelio)

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

 

Berlin, 25. Januar 2012

 

 

 

Zu Aussagen der Bundesregierung in der heutigen Finanzaus- schusssitzung erklärt Dr. Thomas Gambke, Mitglied im Finanzausschuss:


Die Bundesregierung will mit einem Änderungsantrag zum Gemeindefinanzreformgesetz die Mehrwertsteuer für den Handel mit Pferden von sieben auf 19 Prozent anheben. Dieser Schritt ist überfällig. Er wird aber nur unternommen, weil der Europäische Gerichtshof dies verlangt und ein Vertragsverletzungsverfahren droht.

Der Vorgang zeigt noch einmal deutlich die verantwortungslose Untätigkeit der Bundesregierung. Alle branchenspezifischen Ausnahmen müssen schnellstmöglich abgeschafft werden. Bei 17 Milliarden Euro Neuverschuldung ist nicht zu rechtfertigen, dass Branchensubventionen wie für Schnittblumen, Hotelübernachtungen, Tierfutter oder Fast-Food mehr als drei Milliarden Euro kosten.

Die Regierung zeigt mit ihrem Vorgehen, dass sie die im Koalitionsvertrag angekündigte Mehrwertsteuerreform aufgegeben hat. Die in 2010 eingesetzte Regierungskommission zur Reform der Mehrwertsteuer hat bis heute nicht ein einziges Mal getagt. So verschiebt die Bundesregierung eine Reform auf den Sankt-Nimmerleins-Tag. Dieses Armutszeugnis beweist einmal mehr die steuerpolitische Inkompetenz dieser Koalition, die lediglich auf Lobby-Geschenken und Abwarten basiert.

Wir fordern eine umfassende Reform der Mehrwertsteuer noch in dieser Legislaturperiode mit dem Ziel, sämtliche branchenspezifischen Ermäßigungen, die weder sozialen oder kulturellen Zwecken dienen abzuschaffen.

 

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10. Januar 2012

Finanztransaktionssteuer

(Foto: Peter Kirchhoff, pixelio)

 

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
NR. 0009


Deutschland hat besseres verdient als die FDP


Zum Streit innerhalb der Bundesregierung über die Einführung einer Finanztransaktionssteuer erklärt Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender:

Die FDP gibt den parlamentarischen Arm der Finanzindustrie. Ihr Nein zur Finanztransaktionssteuer offenbart ihr völliges Desinteresse am Gemeinwohl. Mit einer ideologischen Borniertheit à la Tea Party versucht die FDP, die faire Verteilung der Krisenkosten zu verhindern.

Angela Merkel sollte sich ein Beispiel an ihrer saarländischen Parteifreundin Kramp-Karrenbauer nehmen und Richtlinienkompetenz beweisen. Stattdessen lässt sie sich vom Leichtgewicht Rösler auf der Nase herumtanzen.

Wachstum soll das neue Thema der FDP werden. Das einzige, was in dieser heruntergewirtschafteten Partei wächst, ist die Verzweiflung. Das sind schlechte Konjunkturaussichten für die Regierung Merkel. Deutschland hat besseres verdient. Merkel muss jetzt schnell durchgreifen.


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5. September 2011

Soziale Gerechtigkeit

(Foto: Jürgen Mala, pixelio)

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0761
Datum: 5. September 2011

Steuerpolitik soll Beitrag für mehr soziale Gerechtigkeit leisten


Zur Umfrageergebnissen der AWO, wonach mehr als 70 Prozent der Deutschen einen höheren Spitzensteuersatz wollen, erklärt Lisa Paus, Obfrau im Finanzausschuss:

Spitzenverdiener und Vermögende können mehr leisten, um das Gemeinwesen zu finanzieren. Das denken nicht nur ein paar Millionäre, sondern die Mehrheit der Bevölkerung. Der Auftrag ist klar: Die Steuerpolitik muss ihren Beitrag für mehr soziale Gerechtigkeit jetzt erbringen.

Die Schere zwischen arm und reich ist in den vergangenen Jahren auch in Deutschland immer weiter auseinander gegangen. Die Finanzkrise hat das Problem sogar noch verschärft. Es ist mehr als überfällig, auch die Wohlhabenden an den Kosten der Krise zu beteiligen. Bislang ist Deutschland eine Steueroase für Vermögende. Laut OECD wird Vermögen hierzulande weniger mit Steuern und Abgaben belastet als in Luxemburg oder der Schweiz.


Deswegen fordern wir einen höheren Spitzensteuersatz und eine einmalige Vermögensabgabe. Zur Steuergerechtigkeit gehören aber auch effizientere Finanzämter und ein sparsamer Umgang mit Steuermitteln. Deshalb muss Schluss sein mit der Kleinstaaterei in der Steuerverwaltung. Eine Bundessteuerverwaltung wäre die richtige Lösung. Diese führt zu mehr Gerechtigkeit im Steuervollzug und zusätzlichen Steuereinnahmen. Mit dem Abbau umweltschädlicher Subventionen wollen wir die öffentlichen Haushalte entlasten. So sorgen wir für mehr soziale Gerechtigkeit und sanieren die krisengeplagten öffentlichen Haushalte.

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22. Juni 2011

Börsenhandel

(Fotomontage: Thorben Wengert, pixelio)

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW

117/11 Düsseldorf, 21.06.2011

 

Finanztrans- aktionssteuer ein Gebot der Gerechtigkeit

 

 

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat heute beschlossen, einen gemeinsamen Antrag mit SPD und Die Linke einzubringen, der eine europäische Finanztransaktionssteuer fordert. Über den Antrag entscheidet der Landtag in der kommenden Woche. Dazu erklärt Stefan Engstfeld MdL, europapolitischer Sprecher:


Gegenwärtig sind Umsätze von börslichen und außerbörslichen Transaktionen von Wertpapieren, Anleihen und Derivaten sowie Devisengeschäften in den meisten Staaten der EU steuerfrei. Wir fordern mit unserem Antrag die Landesregierung dazu auf, sich in der EU für die Einführung einer europäischen Finanztransaktionssteuer einzusetzen.


Obwohl sie eine enorme wirtschaftliche Bedeutung haben, leisten die Finanzumsätze bisher keinen Beitrag für öffentliche Aufgaben. Wenn auf Brot und Wasser eine Umsatzsteuer erhoben wird, dann ist es ein Gebot der Gerechtigkeit, auch Finanztransaktionen zu besteuern.


Mit einem Steuersatz in Höhe von etwa 0,05 Prozent würde die Finanztransaktionssteuer Deutschland rund eine Milliarde Euro Mehreinnahmen einbringen. Die Einnahmen sollen auch für die Entwicklungszusammenarbeit und den Klimaschutz bereitgestellt werden. Einerseits würde die Steuer damit dazu beitragen, die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise zu bewältigen. Andererseits würde sie einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der Finanzmärkte leisten, indem kurzfristige und rein spekulative Transaktionen zurückgedrängt werden. Sie hat also nicht nur eine steuerliche, sondern auch eine steuernde Funktion. So könnte das Risiko künftiger Krisen verringert werden.“

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verantwortlich:

Sebastian Schaffer

- Pressesprecher -

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5. Februar 2011

Sparvorschläge

(Foto: Siegfried Fries, pixelio)

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW

23/11 Düsseldorf, 04. Februar 2011

 

"Swimmingpools für Millionäre statt Schwimmbäder für Schulkinder“

 

Zu der MedienINFO 39 der FDP-Fraktion „Fördermittelrückzahlungen blockieren kommunale Sparbemühungen“ erklärt Reiner Priggen MdL, Fraktionsvorsitzender:



Erst hat die FDP durch ihre Politik in Land und Bund dafür gesorgt, dass den Städten und Gemeinden in NRW das Wasser bis zum Hals steht.

Nun hat sie Tipps parat, wie die Kommunen das Problem lösen können: indem sie in den öffentlichen Schwimmbädern einfach das Wasser ablassen (Zitat: „Oftmals wäre ihre Schließung sinnvoller als eine Sanierung.“)

Betroffen davon sind natürlich nicht die Swimmingpools der Millionäre, sondern die Schwimmbecken für Schulkinder.

Der Vorschlag belegt: Die chronische Kommunenfeindlichkeit der FDP ist offenbar unheilbar.



Wir wollen handlungsfähige Kommunen, die sich öffentliche Einrichtungen von Schwimmbädern bis zu Bibliotheken leisten können. Denn diese Einrichtungen sind kein Luxus, sondern Grundvoraussetzungen für soziale Teilhabe. Die rot-grüne Landesregierung hat sich deshalb die Stärkung der Kommunalfinanzen weit nach oben auf die Agenda geschrieben.

Schade, wenn die FDP hier statt konstruktiven Vorschlägen nur zynische Ratschläge beizutragen hat.“ 

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verantwortlich:

Sebastian Schaffer

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19. Januar 2011

" Steuerreform 2011 "

(Foto: BirgitH, pixelio)

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 0042
Datum: 19. Januar 2011

Steuervereinfachung: FDP spendiert eine Tasse Kaffee

Zur Einigung im Koalitionsausschuss über die geplanten Steuervereinfachungen erklärt Lisa Paus, Obfrau im Finanzausschuss:

Anfang 2010 beschenkte die FDP die Hoteliers mit einer Milliarde Euro. Verbraucherinnen, Verbraucher und Sozialschwache wurden dagegen mit über 30 Milliarden Euro zur Kasse gebeten. Zum Ausgleich spendiert die FDP in diesem Jahr den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern monatlich eine Tasse Kaffee. Genau das bringt die geplante Erhöhung der Werbungskostenpauschale um 80 Euro.

Aber selbst davon profitiert höchstens ein Prozent der Beschäftigten. Für die Mehrzahl bringt das weder mehr Geld noch weniger Bürokratie. Sie werden weiterhin fleißig Belege sammeln müssen. Auf diese Weise werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht entlastet, sondern veralbert.

Das Vorziehen der mageren Anhebung der Werbungskostenpauschale erzeugt für die Wirtschaft Kosten in Millionenhöhe. Mit dem jetzt gefundenen Kompromiss wird dieses Problem nicht ausgeräumt. Die Unternehmen müssen auf jeden spendierten Kaffee am Ende noch ein paar Euro für Bürokratie drauflegen. Dieser Irrsinn schadet allen, der Wirtschaft, den Arbeitnehmern und dem Haushalt. Lindner, Westerwelle und Co. verbreiten steuerpolitisches Chaos. Die Einfallslosigkeit der FDP erreicht damit einen weiteren traurigen Tiefpunkt.

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17. Dezember 2010

Vermögenssteuer

(Fotos: Margot Kessler und Thorben Wengert, pixelio . . . . . . . Klick+))

Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

NR. 1483
Datum: 15. Dezember 2010

Vermögensabgabe zur Bekämpfung der Schuldenkrise

Zum aktuellen Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) erklärt Lisa Paus, Obfrau im Finanzausschuss:

Der Vorschlag des DIW, an den vermögensbezogenen Steuern anzusetzen, ist richtig. Wir fordern eine einmalige, zweckgebundene Vermögensabgabe für große Vermögen.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat tiefe Spuren in den öffentlichen Haushalten hinterlassen. Mit vielen Milliarden Euro wurden Banken und Unternehmen gestützt. Zur Finanzierung der Krisenlasten spart die Bundesregierung bei den ALG-II-Empfängern und Geringverdienern und bittet die Verbraucher durch höhere Steuern zu Kasse. Wer an den unregulierten Märkten hohe Vermögen angehäuft hat, bleibt dagegen dank Schwarz-Gelb nach wie vor unangetastet.

Inzwischen verfügen zehn Prozent aller deutschen Haushalte über mehr als die Hälfte des gesamten Privatvermögens. Ungleiche Verteilung ist nicht nur ungerecht, sondern auch ein handfestes ökonomisches Risiko. Die sich öffnende Schere zwischen Arm und Reich verstärkt die Gefahr von Vermögenspreisblasen auf der einen Seite und Überschuldung privater Haushalte auf der anderen Seite. Diese Kombination führt im schlimmsten Fall zu dem, was wir bereits 2008 beim Zusammenbruch von Lehman erlebt haben.

Es ist deshalb nicht nur gerecht, sondern mehr als überfällig, auch die Wohlhabenden an den Kosten der Krise zu beteiligen. Bislang ist Deutschland eine Steueroase für Vermögende. Laut OECD wird Vermögen hierzulande weniger mit Steuern und Abgaben belastet als in Luxemburg oder der Schweiz. Deswegen fordern wir eine einmalige Vermögensabgabe nach Artikel 105 in Verbindung mit Artikel 106 Grundgesetz. Auch Millionäre verlangen mittlerweile eine Vermögensabgabe. Andere sorgen sich, sie könnten durch die Abgabe über Gebühr belastet werden. Das nehmen wir Ernst. Es sollen nur die zur Kasse gebeten werden, die die Last auch tragen können. Die Ausgestaltung unserer Vermögensabgabe wird sich an diesem Anspruch messen lassen.


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